Händlerunfreundliche Stadt
Ilversgehofen 00 1 Jpg

Die Stärkung der Magdeburger Allee und die Wiederbelebung leerstehender Geschäfts- und Verkaufseinrichtungen werden in der Öffentlichkeit immer wieder diskutiert. Aus diesem Grund besuchte die CDU-Fraktion am 30. Mai den Bürgerbeirat von Ilversgehofen und erkundigte sich nach dem aktuellen Stand der Dinge. Derzeit stehen 37 von 110 Geschäften leer. Es fehlen unterschiedliche Warensortimente, Cafés und Restaurants, welche die Magdeburger Allee vor allem in den Sommermonaten durch Außenbestuhlung beleben.

Durch überregulierte Auflagen der Stadt, insbesondere im Zusammenhang mit den Sondernutzungsgebühren geben viele Händler auf. Eben solche Auflagen verhindern zum Beispiel, dass Händler auch vor Ihrem Geschäft Werbung betreiben dürfen oder, dass die Gastronomie keine Tische und Stühle vor ihrem Geschäft aufbauen dürfen.

Durch das zuständige Amt werden zum Teil maßstabsgetreue Zeichnungen für Auslagen vor kleinen Lebensmittelgeschäften verlangt. Viele Händler resignieren und suchen durch überreguliertes Handeln der Ämter keine Eigeninitiative mehr, um die Situation zu verbessern.

In der Stadtratssitzung vom 15. Juni 2016 reichte Stadtrat Heiko Vothknecht eine Anfrage ein, die sich mit der Unterstützung von Gewerbetreibenden und der Festigung einer Wirtschaft vor Ort beschäftigt. Leider besteht, aus Sicht der Verwaltung, keine eigene Möglichkeit tätig werden zu können. Zitat hierzu: „Alle vorgeschlagenen Maßnahmen können nur durch die Handel- und Gewerbetreibenden vor Ort selbst initiiert [...] werden.“

Zur weiteren Beratung ließ Vothknecht die Anfrage in den Ausschuss Wirtschaft und Beteiligungen verweisen.