Drogen nicht Überhand nehmen lassen
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Das Drogenkonsum und Beschaffungskriminalität in Erfurt ein großes Problem sind, ist seit mehreren Jahren bekannt. In Statistiken zum Konsum von Crystal Meth und Drogendelikten reiht sich Erfurt häufig oben mit ein. Die Stadt muss ihr Engagement gegen Drogenkonsum und dessen Folgen verstärken.

Drogenkonsum bringt oft weitere Probleme mit sich. Allen voran Beschaffungskriminalität und sozialer Abstieg. Die Folgekosten eines starken Drogenkonsums sind für die Stadt oft sehr hoch. „Die Stadt muss sich stärker im Bereich der Prävention engagieren. Es gibt viele tolle Initiativen und Vereine in Erfurt, welche die Stadt stärker unterstützen muss“, fordert Thomas Pfistner, Sprecher für Soziales. Beispielsweise der „super e.V.“ oder „SiT – Sucht in Thüringen“.

Ebenso wichtig ist es, mehr Angebote für die Eltern betroffener Jugendlicher zu schaffen. „Für Eltern gibt es kaum Hilfestellungen, dabei ist die Familie in wichtiger Faktor, um Sucht zu bekämpfen“, betont Pfistner. Denkbar wäre zum Beispiel ein Leitfaden, der auch im Internet abrufbar ist. Zudem wurde die Stadt in 2018 mit der Erstellung eines Suchtpräventionskonzepts beauftragt, welches bis heute noch nicht vorliegt.

Darüber hinaus muss die Kriminalität eingedämmt werden. „Drogendelikte sind am Erfurter Anger keine Seltenheit. Wenn der Konsum weiter zunimmt, müssen wir uns auf noch mehr Delikte einstellen, die direkt oder indirekt mit Drogen zusammenhängen.“, konstatiert die Sozial- und Sicherheitspolitikerin Kristina Vogel. „Wir müssen auch auf Videoüberwachung an Orten öffentlicher Bedeutung setzen, um beispielsweise. gegen Beschaffungskriminalität vorzugehen. Den Drogen einfach das Feld zu überlassen, ist keine Option“, so Vogel abschließend.